Drei Jahre nach Erscheinen von „ich föhne mir meine wimpern“ ist der Gedichtband vor Kurzem in der Übersetzung von Khyungee Park beim koreanischen Verlag Maumsanchaek erschienen. Mittlerweile ist das Belegexemplar bei mir eingetroffen, und neben dem Glück über Übersetzung und verkaufte Lizenz ist es mir eine große Freude, wie besonders durchdacht die Ausgabe geworden ist: Die Banderole mit einem Blurb der südkoreanischen Lyrikerin Kim So Yeon kann zugeschnitten und als Lesezeichen verwendet werden. Das Originalcover von Nurten Zeren wurde übernommen, das Autorinnenfoto hat Rafaela Pröll gemacht.
Mein besonderer Dank gilt Khyungee Park für ihren Glauben an die Texte und die Arbeit an der Übersetzung.
Zu Rainer Maria Rilkes 150. Geburtstag ist soeben die Anthologie „Tanzt die Orange – 100 Antworten auf Rilke“ bei Hanser Berlin erschienen.
„Jan Wagner und Norbert Hummelt haben fünfundsiebzig der namhaftesten deutschsprachigen Lyriker:innen gebeten, ein selbstgewähltes Rilke-Gedicht in die eigene Stimme zu übersetzen. Entstanden ist so eine einzigartige Anthologie: Rilke-Gedichte im Dialog mit neuer deutscher Lyrik – quer durch die Vielfalt heutiger Sprech- und Schreibweisen.“
Es war mir eine Freude für die Anthologie auf Rilkes Gedicht „Orpheus. Eurydike. Hermes.“ zu antworten.
Mit dem Gedichtband „hungern beten heulen schwimmen“ ist auch eine Playlist entstanden: 33 Titel, die mich beim Schreiben der Gedichte begleitet haben.
Zum praktischen (chronologischen) Nachhören lässt sich die Playlist auch über Apple Music oder Spotify abrufen.
These Days – Nico 🎶
13 Angels Standing Guard `Round The Side Of Your Bed – Silver Mt. Zion 🎶
Auf meinen Lesungen wird mich ab sofort die faltbare Spendenbox von Weiter Schreiben begleiten.
Weiter Schreiben ist das Programm für Autor*innen aus Kriegs- und Krisengebieten, das seit 2017 literarische Texte von Exil-Autor*innen auf www.weiterschreiben.jetzt veröffentlicht. Seit 2019 erscheint zudem einmal jährlich das Weiter Schreiben Magazin, das sich in jeder Ausgabe einem bestimmten Thema widmet, zuletzt erschien Ausgabe #7 mit Texten zu Syrien.
Weiter Schreiben sorgt dafür, dass Exil-Autor*innen, die wegen ihres Einsatzes für Demokratie, freie Meinungsäußerung und Menschenrechte fliehen mussten und so ihren Sprachraum und ihre Netzwerke verloren haben, zu Wort kommen und erweitert damit auch den deutschen Literaturbetrieb. Das Projekt verbindet Exil-Schriftsteller*innen mit deutschsprachigen Autor*innen in Tandems, veranstaltet gemeinsame Lesungen und sorgt damit nicht nur für Kontinuität im Werk für die Autor*innen sondern auch für die Möglichkeit dauerhafter Vernetzung.
Durch die Kürzungen der öffentlichen Mittel in diesen Krisenzeiten gerät auch Weiter Schreiben gerade wie viele andere unter Druck. Die Möglichkeit des einmaligen Spendens oder einer Spendenmitgliedschaft besteht jederzeit. Mehr Infos dazu findet ihr auf der Website.
Auf meinen Lesungen findet ihr die Spendenbox fortan am Büchertisch.
Auch kleine Beträge sind hilfreich, denn am Ende macht die Masse den wichtigen Unterschied. Ich freue mich, wenn ihr das Projekt als Publikum unterstützen wollt, mehr dazu erzähle ich gerne vor Ort.
Spenden(Mitgliedschaften) für das Programm sind auch unabhängig davon jederzeit möglich.
Mittlerweile ist mein zweiter Gedichtband „hungern beten heulen schwimmen“ erschienen. Auf die Frage, wo er sich am besten bestellen lässt, empfehle ich stets, die unabhängigen Buchhandlungen vor Ort zu unterstützen. Auch eine Bestellung über den Webshop des Suhrkamp Verlags ist möglich, der Band kommt dort mit einer eigens gestalteten Postkarte.
Für sein Radiofeature „Aus der Lyrikwerkstatt: Ein Gedicht entsteht überhaupt sehr selten“ hat sich Norbert Hummelt vor einiger Zeit mit Franz Josef Czernin, Kerstin Hensel, Nancy Hünger und mir über unsere Schreibprozesse und Lektüren unterhalten. Dahinter stand die Frage: Wie entsteht ein Gedicht?